Netzwerke und Hierarchie

Hierarchien setzen auf Verhinderung von Vernetzung, weil Netzwerke nicht kontrollierbar sind. Denn wer gibt schon gerne die Kontrolle auf und Macht ab? An lösungsorientierte Systeme mit einer hohen Eigendynamik, Netzwerke?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Peter Kruse

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Was ist Mediation?

Bild Mediation

Im deutschsprachigen Raum wird “Mediation” vom Wortklang her schnell mit “Meditation” verwechselt. Viele Menschen ordnen die Mediation der Esoterik zu und wollen nicht viel damit zu tun haben. Tatsächlich aber hat Mediation mit Esoterik nichts zu tun.

Im Fremdwörterlexikon findet sich folgende Übersetzung des Wortes: “Vermittlung” oder “vermittelndes Dazwischentreten”. Und damit ist der Kern der Sache schon gut getroffen.

 Mediation ist eine Methode zur Konfliktlösung

Konfliktparteien sollen eine Lösung finden, die für beide befriedigend und akzeptabel ist. Entscheidend dabei ist, dass immer eine Dritte Person (Der Mediator) beteiligt ist. Diese Person hat keine Entscheidungsgewalt, sondern wirkt als Vermittler zwischen den Parteien.

Die Rolle des Mediators

Der Mediator ist eine neutrale Person, die zunächst erst einmal einen Verhandlungsraum eröffnet und die Konfliktparteien zu gemeinsamen Gesprächen und Verhandlungen an einen Tisch bringt. Weiterhin ist es Aufgabe in der Mediation, verdeckte Konflikte und vor allem die hinter dem Konflikt liegenden Bedürfnisse und Hintergründe sichtbar zu machen.

Mediation ist Hilfe zur Selbsthilfe und wirkt im Sinne des “Win-Win-Prinzips”

Ziel eines Mediationsprozesses ist es, das die Konfliktparteien selbst Lösungen entwickeln, die für beide Seite haltbar und gewinnbringend sind. Es geht um echte Win-Win-Lösung. Win-Win bedeutet, dass beide Parteien einen Nutzen von den vereinbarten Lösungen haben. Dafür müssen konsequent die Wünsche, Forderungen, Ängste und Vorbehalte beider Parteien herausgearbeitet werden („ Die Karten offen auf den Tisch legen“). Nur so ist es möglich, eine Lösung zu finden, die beide Parteien befriedigt.

Kennzeichen der Mediation

Eine Mediation ist immer zukunftsorientiert. Es geht darum, Lösungen für die zukünftige Zusammenarbeit zu erarbeiten. Die Vergangenheit ist nur insoweit von Bedeutung, wie die Informationen für das Verstehen des Konfliktes und der Anliegen beider Parteien vonnöten ist.

Im Gegensatz dazu wird z.B. in einem Gerichtsverfahren die Vergangenheit in das Zentrum der Beachtung gestellt. Hier wird vergangenes Verhalten beurteilt oder verurteilt.

In der Mediation geht es nicht um ein Urteil – wer recht hat oder nicht. Das ist unerheblich. Es geht einzig darum, eine für die Zukunft tragfähige und alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden. Damit ist die Mediation ein sehr zielgerichtetes Verfahren.

Ursprung der Mediation

Das Verfahren der Mediation kommt aus den USA. Diese alternative Methode der Konfliktlösung hat sich in den letzten 20 Jahren immer stärker verbreitet. Für Tarifverhandlungen nutzte man das Verfahren in den USA bereits in den 40er Jahren. In Deutschland befasst man sich mit diesem Verfahren erst seit ca. zehn Jahren und es wird teilweise noch sehr zögerlich eingesetzt.

Einsatzgebiete der Mediation

In den USA wird das Verfahren der Mediation in den verschiedensten Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens eingesetzt. In Deutschland beschränkte sich der Einsatz bis vor kurzem vor allem auf Familienstreitigkeiten im Zuge von Scheidungen. Diese sogenannte Familien-Mediation soll vor allem in Fragen der Verteilung des Sorgerechts für Fairness sorgen. Ein weiterer Bereich, in dem die Mediation genutzt wird, ist die Umwelt-Mediation, bei der es darum geht, sinnvolle Maßnahmen in Umweltfragen zu finden.

Ich erlebe zunehmend eine Nachfrage aus der Wirtschaft. Es geht um Auseinandersetzungen unter Kollegen, zwischen Geschäftsführungen und Betriebsräten, Konflikte zwischen Abteilungen, Bereichen oder Unternehmen. Aus meiner Sicht ein modernes, professionelles, kostengünstiges und vielfältig erprobtes Verfahren.

Klaus Frohnert

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Trends und Entwicklungen in der Personalentwicklung

Eine Präsentation von Prof. Alexander Dürr, über …

1.) Ausgangspunkt: Die demografische Entwicklung und der Wertewandel

2.) Aktuelle Trends in der Personalentwicklung

3.) 10 Thesen für die Zukunft

Dürr

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Schluss mit Perfektionismus

Haben Sie schon einmal von anderen den Vorwurf gehört „Du mit deinem Perfektionismus!“ oder „Du bist ein Pedant.“? Wollen (müssen) Sie immer alles 100-prozentig, besser noch 120-prozentig machen? Wollen Sie stets das Optimale erreichen? Finden Sie dabei kein Ende und setzen sich immer wieder neu unter Druck? Denken Sie: „Alles, was ich tue, ist nicht gut genug, nicht schnell genug, überhaupt nicht genug und schon gar nicht gut?“

PerfektSchauen wir uns an, was Perfektionismus ist, welche Folgen er für uns hat und wie man lernen kann, weniger verbissen und perfektionistisch zu sein, ohne gleich Mittelmaß oder ein Versager zu sein.

Ist es schlecht, perfektionistisch veranlagt zu sein

Nein. Es gibt viele Berufe, in denen man nur vorankommen und es zu etwas bringen kann, wenn man ein absoluter Qualitätsfanatiker ist und in dem, was man tut, nach Perfektion strebt. Gewissenhaft, pflichtbewusst, korrekt und einsatzwillig sein, das sind wichtige Eigenschaften um Erfolg zu haben.

Das Streben nach Perfektion ist per se nicht schlecht. Wer in bestimmten Berufen Erfolg haben will, der muss sich Perfektion auf die Fahnen schreiben und Ehrgeiz haben. Der darf sich nicht mit Mittelmaß zufrieden geben.Perfektionismus und Ehrgeiz sind nur dann gefährlich, wenn wir unsere Selbstachtung und unser Selbstwertgefühl vom Erfolg abhängig machen.

Welche Folgen hat Perfektionismus für unser Leben?

Perfektionismus oder das Streben nach Perfektion beeinflusst unsere gesamte Person.

Perfektionismus äußert sich in unserem Denken.

In Einstellungen wie:

  • Ich muss immer alles richtig machen. Wenn ich etwas nicht schaffe, dann bin ich nicht gut genug.
  • Ich muss immer perfekt sein. Ich muss immer alles 100-prozentig machen. Nur dann ist es aus meiner Sicht gut.
  • Wenn etwas nicht perfekt ist, halten mich für einen Versager.
  • Andere dürfen keine Fehler machen, sonst sind sie Versager.
  • Es ist eine unverzeihlich und schlimm, wenn mir etwas misslingt.
  • Nur wenn ich perfekt bin, verdiene ich Anerkennung und Liebe.
  • Entweder mache ich etwas perfekt oder gar nicht.

Als Perfektionisten ist unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet, Fehler und Schwächen bei uns und anderen besonders gut zu erkennen. Fehler nehmen Perfektionisten zum Anlass, sich zu verurteilen. Selbst wenn sie etwas 100-prozentig machen, können sich Perfektionisten nur selten freuen. Sie hätten es ja vielleicht noch besser machen können! Wir setzen uns unter Druck und dulden keine mildernden Umstände. Wir sind sehr rigide und können nicht ab und zu geben.

Perfektionismus hat Auswirkungen auf unseren Körper.

Unser Streben nach Perfektion führt zu körperlicher Anspannung und innerer Unruhe. Im Grunde bringen wir uns in einen Stresszustand.

Perfektionismus hat Auswirkungen auf unsere Gefühle.

  • Wir haben ständig Angst vor Fehlern, Angst zu versagen, Angst vor Ablehnung und Angst vor Erfolg.
  • Wir sind frustriert oder deprimiert, wenn wir nicht das Optimum erreichen.
  • Wir sind nicht mit dem zufrieden, was wir erreicht haben.
  • Wir ärgern uns maßlos über unsere Fehler und Unvollkommenheiten.

Perfektionismus hat Auswirkungen auf unser Verhalten.

Perfektionisten tun sich z.B. schwer, eine Arbeit zu beenden, weil sie aus ihrer Sicht noch nicht perfekt ist. Sie trauen sich nicht an neue Aufgaben, weil sie Angst haben, sich dumm anzustellen oder etwas falsch zu machen. Machen sie bei einer Aufgabe einen Fehler, brechen sie diese ab, anstatt sie weiterzuführen. Sie verheimlichen vor anderen, dass sie ein bestimmtes Ziel anstreben. Wenn sie es nicht erreichen, dann weiß es wenigstens keiner. Sie vermeiden es, sich Ziele zu setzen, weil sie sich dadurch Enttäuschungen ersparen wollen.

In vielen Coachings, Beratungen und Trainings erlebe ich Menschen, die irgendwas nicht tun, aus der Angst heraus nicht perfekt zu sein oder es nicht perfekt zu machen. Zugegeben, ich habe auch einen „Perfektionsanspruch“ in dem, was ich tue. „Tue es richtig oder gar nicht!“ Und ich kenne viele Menschen, denen es ähnlich geht.

Wo liegen die Ursachen des Strebens nach Perfektion?

Irgendwann in unserem Leben – gewöhnlich in der frühen Kindheit – haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir nur dann Zuwendung und Anerkennung bekommen, wenn wir perfekt sind, gewisse Erwartungen der anderen erfüllen. Wir fühlen uns irgendwie nicht in Ordnung und liebenswert und sind deshalb sehr stark auf die Anerkennung unserer Mitmenschen angewiesen. In der Perfektion sehen wir die Lösung, Anerkennung zu bekommen bzw. Ablehnung zu vermeiden.

Wege aus der Perfektionismus Falle

Beginnen möchte ich mit einer Empfehlung. Fordern Sie nicht von sich, dass Sie das Streben nach Perfektion 100-prozentig überwinden müssen – das kennen Sie und schon sind Sie wieder erneut in die Perfektionismusfalle getappt.

Reagieren Sie nicht mit Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit als Alternative zu ihrer perfektionistischen Veranlagung. Denn darum geht es auf keinen Fall. Es geht um Flexibilität und Ihre bewusste Entscheidung, wie viel Einsatz Sie bringen möchten und wann Sie sagen, es ist gut genug.

Behalten Sie Ihre hohen Ansprüche, geben Sie Ihr Bestes. Mittelmaß gibt es schon genug. Herausragende Leistungen werden nur von Menschen mit hohen Ansprüchen und mit Ehrgeiz erbracht.

Beim Streben nach Perfektion geht es darum, trotz hoher Ansprüche die Fähigkeit zu haben, mit Fehlern, Niederlagen und Unvollkommenheiten leben zu können. D.h. sich nicht als Versager anzusehen, wenn man etwas nicht 100-prozentig gemacht oder erreicht hat.

Ziehen Sie schriftlich Bilanz.

Bei welchen Tätigkeiten schlägt sich Ihr Streben nach Perfektion nieder – im Beruf und im Privatleben? Was tun Sie besonders intensiv? Was meiden Sie?

Welchen Vorteile und Nachteile haben Sie durch Ihren Perfektionismus?

Nehmen Sie ein Blatt Papier und machen Sie 2 Spalten. Notieren Sie in der linken Spalte die Vorteile, die Sie durch Ihr perfektionistisches Streben haben. In der rechten Spalte notieren Sie die negativen Auswirkungen des Perfektionismus. Überwiegen die Vorteile oder Nachteile? Machen die Nachteile (Anspannung, Kopfschmerzen, Stress, …) die Vorteile zunichte?

Suchen Sie nach den Gründen für Ihr Perfektionsstreben.

Was würde passieren, wenn Sie eine Aufgabe nicht perfekt erledigen würden? Wovor haben Sie Angst? Angst vor dem Verlust von Anerkennung und Bestätigung durch andere. Angst, den Erwartungen der anderen nicht gerecht zu werden.

Überlegen Sie: „Welches Denken ist hilfreich, um lockerer mit Anforderungen umgehen zu können?“

Wenn Sie sich schwer tun, neue Sichtweise zu finden, reden Sie mit Freunden und guten Bekannten. Wie gehen diese mit Anforderungen und Aufgaben im Leben um, ohne deshalb Mittelmaß zu sein?

Finden Sie Tätigkeiten und Aufgaben, bei denen es nicht darauf ankommt, diese perfekt zu machen.

Analysieren Sie: Bei welchen beruflichen und privaten Tätigkeiten hätte es kaum negative Auswirkungen, wenn Sie diese weniger sorgfältig, fehlerhaft, nicht sofort oder gar nicht erledigen würden? Notieren Sie sich einige.

Gehen Sie im Alltag anders mit diesen Aufgaben um.

Wenn Sie weniger gewissenhaft bei Tätigkeiten sind, dann wird sich Ihr schlechtes Gewissen rühren. Sie haben das Gefühl, es sei nicht richtig, entspannter und lockerer mit diesen Aufgaben umzugehen. Glauben Sie mir: mit zunehmender Übung wird dieses ungute Gefühl verschwinden. Denken Sie auch daran: nicht jeder hat Ihr hohes Anspruchsniveau und Ihr Wissen. Andere werden auch zufrieden sein, wenn Ihre Leistung in Ihren Augen nicht perfekt ist. Und selbst wenn andere Kritik üben, könnten Sie damit nicht leben?

Lernen Sie, sich selbst anzunehmen – stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl.

Dies ist Ihre wichtigste Aufgabe und vermutlich die größte Herausforderung, die Sie jedoch nicht zu 100 Prozent meistern können. Loben Sie sich bewusst, auch für Sachen, die nicht so perfekt sind.

Machen Sie sich klar: Fehler machen heißt nicht, als Mensch fehlerhaft zu sein. Wenn Sie sich als Person akzeptieren – unabhängig davon, wie gut Sie etwas machen, dann entziehen Sie Ihrem Streben nach Perfektion den Nährboden.

Dann sind Sie in der Lage, entspannter mit Fehlern, Unvollkommenheiten und Kritik von anderen umzugehen. Sie können es sowieso nie allen recht machen! Es ist in Ordnung, etwas perfekt machen zu wollen. Schädlich ist nur, sein Selbstwertgefühl und seine Selbstachtung nur von seiner Leistung abhängig zu machen.

Dieser Artikel über Perfektionismus ist nicht perfekt und er wird es wohl nie sein. Ich arbeite immer mal wieder daran, ihn zu verbessern. Das ist alles, was ich tun kann. Denken Sie auch daran: Das Unfertige und Unvollkommene ist kein Mangel! Es beinhaltet Chancen und Möglichkeiten!

Egal was Dir gesagt wurde, als erwachsener Mensch darfst Du Deine eigenen Entscheidungen treffen!

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Nehmen Sie sich mal eine Auszeit!

Auszeit Bild

Endlich mal wieder raus in die Natur oder mit Freunden etwas Schönes machen. Wann haben Sie das letzte mal an sich gedacht?

Aber ist es immer so einfach?

Ich kenne das selbst. Ich reise und arbeite viel. Ich kümmere mich um meine zwei wachsenden Unternehmen. Jeden Tag gibt es viele neue Tätigkeiten, ich stehe selten still.

Und wenn ich dann eine „Auszeit“ nehme, brauche ich einige Zeit, um wirklich richtig herunterzukommen. Kennen Sie das? Endlich im Urlaub oder am Wochenende zum angeln und der Kopf rast einfach weiter. Der Kopf ignoriert die schöne Natur und denkt an alles, was noch zu erledigen ist oder manchmal sogar an das, was schon passiert ist. Und das geht häufig auch nachts so.

Hier sind ein paar kleine Tipps, wie und warum Sie sich regelmäßige Auszeiten schaffen können:

Auszeiten beugen Burn-Out vor

Eines der aktuellsten Probleme heute ist die permanente Informationsflut und Verarbeitung dieser Informationen. Auszeiten verschaffen uns Abstand und Klarheit. Vieles was wichtig erscheint, relativiert sich und wird wieder ins rechte Licht gerückt. Wir können erkennen, wie wir uns den Stress selbst machen, und wie unnötig er meistens ist.„Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen.“ Sven Hedin

Auszeiten schärfen den Geist

Wer sich lange konzentriert strengt sich an. Das benötigt viel Energie. Ist diese Energie erschöpft, entstehen nicht nur ärgerliche Flüchtogkeitsfehler, auch Zweifel, Sorgen und Ängste dringen stärker in unseren Geist ein, der seine Kraft und Klarheit durch Überanstrengung verloren hat. Das Gegenteil von Konzentration ist Meditation. Dafür müssen Sie aber nicht ein Schweigeseminar oder einen Ashram in Indien besuchen. Einfach mal zwanzig Minuten am Wasser sitzen und beobachten. Den Wind in den Bäumen, das Fließen eines Flusses, das Ziehen der Wolken am Himmel und die Stille in sich selbst. Wer in solchen Momenten loslassen kann, kommt automatisch zu Glücksgefühlen und Entspannung. Dann fällt auch die Konzentration wieder leicht.

Auszeiten erhöhen die Geduld

Wer regelmäßig Auszeiten nimmt und Abstand gewinnt, der wird gleichzeitig geduldiger. Klingt paradox, ist aber so. Und wer geduldig ist, ist oft effektiver in dem was er tut. Probieren Sie es aus!

Auszeiten verbessern Kreativität

Auszeiten machen kreativer. Originelle Ideen zur Gestaltung eines schönen Abends mit Ihrem Partner oder Freunden, die Lösungen für ein dringendes Problem in der Arbeit oder ein toller Einfall für eine kleine Überraschung für einen wichtigen Menschen in Ihrem Leben – all diese Dinge brauchen Zeit und kommen aus einem ruhenden und offenen Geist.

Auszeiten machen menschlicher

Wer, wie viele andere Menschen in unserem Kulturkreis, nur noch rennt, arbeitet und funktioniert, stellt unbewusst die eigene gefühlvolle Seite in den Hintergrund. Dies führt häufig dazu, dass ich den Kontakt zu mir selber und zu anderen Menschen verliere. Eine Auszeit bringt Ruhe, tiefes Durchatmen und die Fähigkeit zuzuhören und einfach man selbst zu sein. Wer sich eine Auszeit nimmt, kommt sich selbst ein Stück näher, weil die Aufmerksamkeit auch mal nach innen gelenkt werden kann.

Auszeiten verlängern das Leben

Egal ob durch den Stressabbau, die erhöhte Konzentrationsfähigkeit, die größere Geduld, das menschlichere Dasein oder die Kreativität, die den Spaß zurückbringt, Auszeiten machen das Leben lebenswerter. Und wer glücklich ist, lebt im Schnitt länger.

Auszeiten gibt es kostenlos und sind günstig zu haben

Vom Spaziergang im Park, romantischem Abendessen, Wellness-Wochenende bis hin zur Hundeschlittentour in Lappland, vieles ist möglich. Und oft sind es nicht die teuren Dinge, welche die beste Entspannungswirkung haben. Seien Sie kreativ! Besuchen Sie Webseiten mit Tipps für Freizeitgestaltung, Hobbies oder attraktiven Orten in Ihrer Umgebung.Da Ihnen niemand eine Auszeit geben kann, geben Sie sich selbst eine! Oder noch besser: So regelmäßig wie möglich. Im Grunde rate ich Ihnen, sich jeden Tag mindestens eine zu nehmen. Egal wie beschäftigt Sie sind. Oder gerade dann:

Wir sind Mensch und keine Produktionseinheit und Ihr Wert als menschliches Wesen hängt, entgegen aller Behauptungen, nicht von Ihrer Arbeitsleistung allein ab.

Gönnen Sie sich all die positiven Nebeneffekte einer Auszeit.

Tun Sie was für Ihr Glück: Tun Sie auch ab und zu einfach mal nichts!

 

Klaus Frohnert

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Kollektive Intelligenz – Was heisst das …

Kollektive Intelligenz – was heisst das fuer Unternehmen?
Fuer die Fuehrung, fuer die Digital Natives? Es geht um die Variabilitatet von Verhaltensmustern.

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HR-REPORT 2015/2016 VON IBE UND HAYS

Mannheim, 12. Januar 2016.

Während Unternehmen die technologische Transformation allmählich vollziehen, scheint es um die Wandlungsprozesse innerhalb der Unternehmenskultur schlechter bestellt zu sein. So bewerten Führungskräfte die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur im neuen HR-Report zwar als das wichtigste HR-Thema (41 %), aber die Umsetzung der hierfür notwendigen Maßnahmen verläuft eher schleppend und wird insgesamt nur als befriedigend bewertet. Dies spiegeln die Ergebnisse des fünften HR-Reports 2015/2016 wider, für den das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) im Auftrag des Personaldienstleisters Hays wieder über 500 Führungskräfte befragte.

Hier geht es zum Report.

hays-studie-hr-report-2015-2016

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Effektive Personalentwicklung – Wann passt was?

Brücke

Mentoring? Kollegiale Beratung? Coaching?

Maßnahmen der individuellen Personalentwicklung nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Zahlreiche aktuelle Untersuchungen zeigen, dass ein starker Zuwachs der individuellen Unterstützung in Form von Coaching und Mentoring erfolgt.

Die Zielsetzung ist klar: Gezielte individuelle Entwicklung soll einen höheren Wirkungsgrad bei der zu beratenden Person entfalten.

Dieser Beitrag wird Ihnen helfen herauszufinden, welches Vorgehen unter welchen Rahmenbedingungen das Passende ist. Untersucht werden dabei die aktuell gängigsten Methoden: Coaching, Mentoring und kollegiale Beratung.

Mentoring beschreibt einen Beratungsprozess, in der eine lebens- und unternehmenserfahrene Person eine noch jung im Unternehmen arbeitenden Mentee (in der Regel Potenzialträger) gezielt begleitet. Ein guter Mentor stellt sein bewährtes Wissen zur Verfügung, erörtert mit seinem Mentee politisch-taktische Vorgehensweisen und öffnet ihm/ihr Netzwerke. Offenes Feedback und kritische Diskussion sind wesentliche Voraussetzungen für ein erfolgreiches Mentoring.

Kollegiale Beratung ist eine Form der Beratung im Team, in der meist fünf bis acht Teilnehmer nach einer effizienten zeitlichen und inhaltlichen Gliederung „Praxisanliegen“ bearbeiten. Jedes Gruppenmitglied stellt nacheinander sein/ihr Anliegen aus dem persönlichen Arbeitsalltag vor und erhält von allen Teammitgliedern Ideen, Tipps, Lob und alternative Vorgehensvorschläge. Erfolgskri- tisch für eine erfolgreiche kollegiale Beratung ist eine Haltung, die auch alternative Lösungen zulässt und bereit ist, sich wohlwollend und konstruktiv mit jedem Anliegen zu befassen.

Coaching ist eine Beratungsform, welche die Wahrnehmung und die persönlichen Verhaltensalternativen des Coachee erweitern soll. Ein guter Coach steuert den Coachingprozess so, dass der Coachee alte Muster kritisch überprüft, neue Strategien erprobt und in sein Verhalten integriert. Somit sind Freiwilligkeit und die Bereitschaft, die wesentliche Voraussetzungen für ein erfolgreiches Coaching auf Seiten des Coachee.

Im Überblick

  Coaching Mentoring Kollegiale Beratung
Zielgruppe i. d. Regel Führungskräfte, Projektmanager neue bzw. junge Mitarbeiter, Potenzialträger Personen mit vergleichbarem beruflichem Erfahrungshintergrund und Wirkungsgrad
Berater

 

externe oder interne Coaches als Prozess- und Lösungsberater

 

interne Führungskräfte, die aus ihrer Erfahrung heraus beraten Kollegen in der Beratungsgruppe, evtl. anfangs durch externe/interne Moderation unterstützt
Praxis vs. Theorie Beziehung Beschäftigung mit dem Praxisfeld des Klienten (teilweise theorieunterstützt) Beschäftigung mit der Praxis in der Organisation des Mentees Bearbeitung von Praxisanliegen der Teilnehmer
Freiwilligkeit als Voraussetzung wäre dann gegeben, wenn sowohl Mentor als auch Mentee die Beratung ablehnen können als Voraussetzung
Dauer

 

kurz- bis mittelfristig (wenige Monate) langfristig angelegter Prozess der Förderung und Bindung an das Unternehmen mittel- bis langfristig
Kosten interne Kosten bzw. externes Beratungshonorar und zeitlicher Aufwand des Coachee interne Kosten/ Zeitaufwand von Mentor und Mentee interne Kosten/ Zeitaufwand der Teilnehmer; evtl. Honorar für Moderator
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Regelmäßige Gehaltserhöhungen machen glücklich!

Geld

Eine neue Studie zeigt: Regelmäßige Gehaltserhöhungen machen Beschäftigte glücklich.

Wann hatten Sie Ihre letzte Gehaltserhöhung? Wenn das schon eine ganze Weile her ist, dürften neuen Studien zufolge auch Ihre Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber, den Perspektiven und dem Leben allgemein nicht so groß sein, wie bei Beschäftigten, die sich über regelmäßige Einkommenszuwächse freuen können.

Denn regelmäßige Gehaltserhöhungen steigern die Zufriedenheit insgesamt enorm. Das jedenfalls haben die Wirtschaftswissenschaftler Christian Bayer von der Universität Bonn und Falko Jüssen von der Universität Wuppertal  in einer neuen Untersuchung nachweisen können, wie die WirtschaftsWoche berichtet.

Sie hatten Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel von 1984 bis 2010 hinsichtlich der Einkommensentwicklung der Teilnehmer und ihrer Lebenszufriedenheit untersucht. Und sie konnten einen deutlichen Zusammenhang zwischen einer stetigen Lohnentwicklung und einem positiven Grundgefühl der Befragten feststellen. Interessant dabei: Es machte gar keinen Unterschied, ob die Befragten hohe Einkommenszuwächse hatten oder nur geringe. Wichtig war, dass es sie regelmäßig gab.

Und mehr noch: Einmalige Gehaltssteigerungen, selbst wenn diese sehr hoch waren, schienen die Menschen nicht in ihrer Lebenszufriedenheit stark zu beeinflussen.

Andererseits: Der Wirtschaftsnobelpreisträger Angus Deaton von der Universität Princeton  hatte ja bereits herausgefunden, dass das Glücksgefühl von Menschen nur bis zu einem Einkommen von 75.000 US-Dollar, also etwa 66.000 Euro, steigert. Danach lässt sich die Lebenszufriedenheit offenbar nicht weiter steigern. Leider gibt es keine Angaben darüber, wie sich die Geschlechter in dieser Frage unterscheiden.

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Misslungenes Coaching

Miss

Über Erfolgsfaktoren und erfolgreiches Coaching wird viel geschrieben.

Doch was gibt es zum Misserfolg beim Coaching zu sagen? Über misslungenes Coaching ist bisher kaum etwas veröffentlicht worden. Das verwundert auch nicht wirklich, denn nach Sennett (1998) ist „Scheitern … das große moderne Tabu“.

Misserfolge im Coaching kommen daher wahrscheinlich eher in der Supervision des Coachs zur Sprache.

Was ist überhaupt ein misslungenes Coaching und woran erkennen wir es?

Nehmen wir doch einmal eine Metapher aus dem Fußball.

Zum ersten Mal in einem Punktspiel, steht ein 28-jähriger als Coach eines Bundesliga-Aufsteigers an der Seitenlinie. Er wirkt sehr nervös und aufgeregt. Seine Mannschaft hat er auf dieses Spiel top eingestellt. In den ersten 20 Minuten sind die Hausherren das überlegene Team, doch die Stürmer nutzen zwei gute Chancen nicht. Der Chefcoach klatscht dennoch Beifall und treibt seine Schützlinge positiv an. In der Mitte der ersten Hälfte erleidet sein Team einen heftigen Rückschlag. Innerhalb von drei Minuten gehen die Gäste mit 2:0 in Führung.

Der Coach trägt den hohen Halbzeitrückstand mit Fassung, verändert die Mannschaftsaufstellung, schwört seine Truppe in der Pause noch einmal neu ein. Aber nichts greift. Seine Mannschaft verliert 4:0. Nach dem Abpfiff versammelt der Coach „seine Mannen“ um sich. Er denkt: „Was soll ich die Jungs zerreißen, das bringt keinem etwas“.

Er sagt zu Ihnen „Lasst die Köpfe nicht hängen und besinnt euch bis Mittwoch auf das, was ihr könnt. Morgen werden wir gemeinsam das Spiel analysieren. Wichtig ist, dass wir jetzt schnell daraus lernen“.

Was ist hier falsch gelaufen? Was hat zum Misserfolg beigetragen? Was ist Anteil des Coachs? Was ist Anteil der Spieler? Oder gibt es noch andere Einflussfaktoren wie Wetter, Platzverhältnisse, Schiedsrichter, war der Gegner besser…)

In einer empirische Studie zu Erfolgsfaktoren bei Einzel-Coaching der TECHNISCHE UNIVERSITÄT BERLIN verweisen folgende Faktoren auf den Misserfolg eines Coachings.

Einflussfaktoren für das Misslingen des Coachings

Beziehung der Interaktionspartner

Bei der Beziehung der Interaktionspartner Coach und Coachingnehmer ist es schädlich, wenn weder Vertrauen noch Offenheit oder Transparenz vorhanden sind. Am häufigsten wird jedoch die fehlende Wellenlänge (keinen „Zugang zueinander finden“) als Misserfolgsfaktor angeführt. Auch wird auf gegenseitige Vertrauensbrüche verwiesen.

Nicht-Erreichung der Ziele:

Coachingnehmer sehen Misserfolg eher gegeben, wenn die Zielerreichung unter 50% ist. Das Coaching entspricht einem nicht lösungsorientierten Coaching, wenn keine Veränderung des Verhaltens bzw. Besserung desselben stattfindet oder sogar Verschlechterung eintritt („wenn ich kraft- und mutlos aus dem Coaching gehe“) oder ohne Erkenntnisgewinn herausgehe („das Aha-Erlebnis bleibt aus“).

Misslungener Transfer in das berufliche System:

Coachingnehmer sehen Misserfolg eher gegeben, wenn nach drei Coachings (Sitzungen) kein Erfolg zu bemerken ist“.

Das Verhalten des Coach:

Hier wird in erster Linie auf den selbstherrlichen Coach verwiesen. Dieser wird umschrieben als „Besserwisser“ und „Schlaumeier“, der Lösungen vorgibt, Monologe hält und Grenzen des Coachingnehmers nicht akzeptiert sowie nicht zuhört und kein Interesse zeigt.

Auch Coaches, die unflexibel agieren oder ein sog. „Kochrezept-Coaching“ anbietet, die nicht „auf den Punkt kommen“, oder im „Fanatischer Eifer“ Missionieren, werden hier genannt.

Der Coach hat keine Kompetenz für das Anliegen des Coachingnehmers:

Ein Coaching misslingt nach Erfahrungen von Coachingnehmern eher, wenn der Coach keine Kompetenz für ihr Anliegen hat. Aus dem Misserfolgsfaktor „Inkompetenz bezüglich Anliegen“ ergibt sich die Konsequenz, dass der Coach nicht seinen Nutzen in den Vordergrund stellt, sondern den des Coachingnehmers. Das bedeutet, ein Coach sollte einen Auftrag ablehnen, wenn er sich mit dem Anliegen nicht auskennt.

Keine Coachingziele oder nicht an den Zielen gearbeitet:

Häufig wird bemängelt, wenn die Arbeit an konkreten Zielen fehlt. (Die Arbeit an Zielen setzt voraus, dass Ziele formuliert wurden)

Einsatz nicht angemessener Methoden:

Ein weiterer Misserfolgsfaktor aus Sicht der Coachingnehmer ist, dass Methoden eingesetzt werden, die nicht angemessen sind. Hier werden manipulative Methoden aufgeführt sowie solche, die die Autonomie des Coachingnehmers beschränken.

Auch Destabilisierung des Coachingnehmers zum Abschluss des Coachings (führt zur Verwirrung beim Coachingnehmer) wird genannt.

Nicht-Integration von aktuellen Entwicklungen

Ein Misserfolgsfaktor ist die Nicht-Integration von aktuellen Entwicklungen auf Seiten des Coachingnehmers. Wird hier als „Unflexibler Coach“ bewertet.

Vermittlung von Methoden

Wenn Methoden vermittelt werden, ist das aus Sicht von Coachingnehmers auch ein misslungenes Coaching. Dies ist für mich insofern zutreffend, als vordergründig Coaching kein Instrument zur Methodenvermittlung ist (das ist eher im Trainingssetting der Fall).

Verletzung der Spielregeln

Der Misserfolgsfaktor „Verletzungen von Spielregeln“ zeigt die Bedeutung des psychologischen Vertrags. „Vertrauensmissbrauch“ kann umgangen werden, wenn die Interessenvertretung geklärt wird und eine Klärung darüber stattfindet, an wen Bericht erstattet werden darf.

Rahmenbedingungen:

Ein Coaching misslingt eher, wenn kein schriftliches Fixieren funktionaler Rahmenbedingungen wie „hardfactors“ (Honorar, Dauer und Orte der Termine, Geheimhaltungspflicht, etc.), aber auch der „weichen Faktoren“ wie Freiwilligkeit, etc. geschieht. Das berufliche System kann schädigend einwirken, indem es ein Coaching erzwingt. Misslungen wäre es, wenn im Umkreis des Gecoachten der Eindruck entsteht, das Coaching sei eine ‚Psychoanalyse‘“. Dies könnte zu einer „Stigmatisierung der Coachingnehmer als Versager“ führen.

Den größten Einfluss für das Misslingen des Coachings wird aus Sicht der Coachingnehmer dem Coach zugesprochen. Coachingnehmer geben für das Misslingen von Coaching eher dem Coach die Schuld als sich selbst. Auf die gestellte Frage: „Wer ist entscheidender für den Coachingerfolg: Coach oder Coachingnehmer?“, antwortete sie: „Zu 70% der Coach und zu 30% der Coachingnehmer“.

Wir Coaches sollten uns dieser Asymmetrie bewusst sein, durch die wir in gewisser Weise unter Erfolgsdruck gesetzt werden.

Auf Seiten des Coachs sei hier noch einmal auf die Bedeutung von Supervision hingewiesen. Es sollte von Coachs überlegt werden, ob sie neben Supervision und Fortbildung gelegentlich auch quantitativ-evaluative Verfahren zur Selbstkontrolle ihrer Professionalität und damit als Instrument der Qualitätssicherung nutzen sollten. Evaluation von Coaching ist von der Qualitätssicherung nicht zu trennen.

Klaus Frohnert

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