Vertrauen – Voraussetzung für den gemeinsamen Erfolg

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Ausgehend von den verschiedenen Definitionen von Vertrauen im Kontext der Psychologie ergeben sich einige interessante Gemeinsamkeiten.

  • Vertrauen ist zukunftsbezogenund beruht zugleich auf Erfahrungen in der Vergangenheit.
  • Vertrauen hat mit Unbestimmbarkeitund eingeschränkter Vorhersehbarkeit der Praxis und des Verhaltens des anderen zu tun.
  • Vertrauen beinhaltet – durch den Verzicht auf Kontrolle–individuelle Verletzbarkeit und erweitert – durch Reduktion von Komplexität– individuelle Handlungsmöglichkeiten.
  • Vertrauen ist ein Zustand zwischen Wissen und Nicht-Wissen: Jemand, dem alle relevanten Umstände seines Handelns bekannt sind, brauchtnicht zu vertrauen, während jemand, der nichts weiß, nicht vertrauen kann.
  • Vertrauen impliziert eine risikoreiche Wahl, wobei das Risikodarin liegt, bei enttäuschtem Vertrauen persönlich negative Konsequenzen tragen zu müssen.

 Vertrauen ist …

  • die Bereitschaft, Risiken einzugehen und sich verwundbar zu machen.
  • freiwillig auf Verhaltenskontrolle zu verzichten.
  • vom Wohlwollen des Anderen auszugehen.
  • eine riskante Vorleistung.
  • bietet die Chance, dass Vertrauen mit Gegenvertrauen honoriert wird so dass eine positive Entwicklung in Gang gesetzt wird.
  • eine auf Intuition basierende Entscheidung.

Was schafft Vertrauen und was sind Verhaltensweisen, die Vertrauen fördern?

  • den Tatsachen ins Auge sehen
  • Erwartungen rechtzeitig klären
  • Verlässlichkeit praktizieren
  • zuerst zuhören
  • Vereinbarungen einhalten
  • die Dinge offen ansprechen
  • Respekt zeigen
  • Transparenz schaffen
  • die Dinge richtigstellen
  • Loyal handeln
  • zugesagte Ergebnisse liefern
  • sich kontinuierlich verbessern

Eine Vertrauenskultur aufzubauen lohnt sich in mehrfacher Hinsicht, denn von einem kooperativen Miteinander profitieren beide Seiten: Die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeitern gewinnt, wenn diese – aufgrund ihrer Erfahrungen – vertrauensvoll folgen (können). Andererseits wird die Selbstverantwortung der Mitarbeiter gefördert, da diese nicht mehr als reine Befehlsempfänger agieren (müssen). Ideen und Vorschläge aus ihren Reihen sind erwünscht und werden von Führungskräften aufgegriffen und nach Möglichkeit umgesetzt.

Eine klare und offene Kommunikation vermeidet das Entstehen von Missverständnissen und daraus gezogene falsche Schlüsse. Selbst unbequeme Maßnahmen werden von Mitarbeitern leichter akzeptiert, wenn ihre Sinnhaftigkeit zu erkennen ist. Auch Veränderungen von betrieblichen Abläufen oder Arbeitsprozessen lassen sich auf Vertrauensbasis leichter erzielen. Und es dürfen Fehler passieren. Zumindest dann, wenn die Vertrauenskultur eine entsprechende Fehlerkultur beinhaltet, in der man sich in dem Bewusstsein, sich nach vorne zu entwickeln, traut, etwas Neues zu machen, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

Fazit: Das den Mitarbeitern entgegengebrachte Vertrauen ist die Grundsteinlegung für eine gelebte Vertrauenskultur – und für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

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