Namen besser merken – Tricks und Lerntypen

Im Grunde genommen ist es bei dem Versuch, sich Namen zu merken, nicht anders als bei Telefonnummern: alles eine Frage des Trainings. Für das richtige Training sollten Sie allerdings wissen, welcher Lerntyp Sie sind.

Der auditive Lerntyp

Wer besonders gut durchs Hören lernt, wird als auditiver Lerntyp bezeichnet. Dieser Lerntyp kann mündlich Weitergegebenes besser abspeichern als Geschriebenes. Ein auditiver Mensch hört beispielsweise lieber ein Hörbuch, als das Buch selbst zu lesen.

Tipp für diesen Lerntyp:

Sagen Sie sich den neuen Namen laut vor, beispielsweise indem Sie nach der Vorstellung erwidern: Schön Sie kennenzulernen, Herr Mustermann. Reicht einmaliges Wiederholen nicht aus, rezitieren Sie den Namen in Gedanken immer wieder.

Der haptische Typ

Wer am besten dadurch lernt, dass er selbst Erfahrungen sammelt und etwas ausprobiert, gehört zum haptischen Lerntyp. Dieser Typ lernt nach dem Motto: learning by doing.

Tipps für diesen Lerntyp:

Notieren Sie sich in Gedanken den Namen. Stellen Sie sich ruhig vor, diesen auf ein Blatt Papier zu schreiben. Ihr motorisches Gedächtnis wird Ihnen helfen, sich an den Namen zu erinnern.

Fragen Sie nach der richtigen Schreibweise. Dies stellt eine zusätzliche Information dar, die Sie mit dem Prozess des Aufschreiben verbinden können.

Der visuelle Lerntyp

Wer sich Informationen am besten dadurch merken kann, dass er sie als Bild vor sich sieht, gehört zum visuellen Lerntypen. Dieser Lerntyp muss aus neuem Wissen immer irgendeine Art Bild entwerfen.

Tipps für diesen Lerntyp:

  • Achten Sie auf die körperlichen Merkmale Ihres Gegenübers. Hat er besonders große Ohren? Ein markantes Lächeln? Auffallend blaue Augen?
  • Überlegen Sie sich ein imaginäres Bild für die Ihnen gegenüberstehende Person. 

Beispielsweise bei dem Namen Lauterbach könnten Sie an einen Bach denken, der laut vor sich hinplätschert.

Die besten Tipps und Tricks für alle Typen

  • Namen besser merken: In die Augen sehen

Der zweite Trick ist, unserem Gegenüber dabei tief in die Augen zu sehen. Kein Witz! Das ist auch kein verdeckter Flirtversuch.

Britische Psychologen um Charlie D. Frowd haben erst kürzlich in ihren Untersuchungen zeigen können, dass das Gesicht, speziell die Augen, entscheidend sind, wenn es darum geht, sich einen Namen zu merken. Merkmale wie Haare, Frisur, Figur oder Kleidung hatten kaum einen Effekt.

Hinzu kommt: Frisuren und Moden wechseln, Gesichter altern, aber die Augen bleiben mehr oder weniger immer gleich. Wenn wir uns beim bewussten Memorieren von Namen zugleich auf die Augen konzentrieren, schenken wir unseren grauen Zellen eine verlässliche Konstante und weitere Synapse, die uns später den Namen umso leichter wieder einfallen lässt.

  • Namen besser merken: Eselbrücke nutzen

Den dritten Trick kennen Sie sicher schon: Bauen Sie sich eine Eselsbrücke. Namen sind etwas Abstraktes, unser Gehirn tut sich regelmäßig schwer damit, solche Dinge zu lernen.

Ganz anders bei Bildern, Geschichten, Emotionen und anderen sinnlichen Eindrücken. Der Trick ist, sich künstlich zum Namen solche sinnlichen Assoziationen zu schaffen.

Ein Beispiel: Angenommen, Ihre neue Bekanntschaft heißt Peter Schneider. Ein Allerweltsname – und damit meist wieder schnell vergessen. Wenn Sie bei Peter aber jetzt etwa an den Geißenpeter, den Ziegenhirten und Alm-Freund von Heidi denken und wie dieser mal wieder zum Schneider muss, weil seine Hosen so abgewetzt sind, haben Sie eine nette kleine Geschichte zum Namen geschaffen, die Sie so schnell nicht mehr vergessen.

  • Namen besser merken: Namen aussprechen und nutzen

Es gibt Trainer, die empfehlen, den neuen Namen mindestens drei Mal aktiv zu benutzen und im Gespräch zu verwenden, damit man ihn wirklich lernt.

Wir können nicht verifizieren, ob man sich unbedingt auf die Zahl Drei versteifen sollte. Das kann auch ganz schnell aufdringlich wirken, wenn Ihr Gegenüber den Namen in jedem zweiten Satz einbaut. Aber das Prinzip dahinter ist richtig: Je öfter Sie den Namen im Zusammenhang mit dieser Person benutzen, desto besser prägt er sich ein.

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