Ein Konfliktgespräch führen

In vorangegangenen Beiträgen haben wir uns mit der Vorbereitung zur Konfliktklärung auseinandergesetzt. In diesem Beitrag geht es um die Durchführung eines Konfliktgespräches. Dieses Mal in Form einer Checkliste.

Das Konfliktgespräch

Ziele: 

Missverständnisse, ungeklärte Erwartungen auf der Sach- oder auf der        Beziehungsebene können geklärt werden. Deeskalation soll eintreten.

Risiken:

  • Konflikthafte Situationen werden verstärkt.
  • Positionen der Gegenparteien verfestigen sich.
  • Der Konflikt eskaliert.
  • Konsequenzen müssen gezogen werden
    (z. B. Wechsel des Arbeitsplatzes).

Chancen:

  • Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen wird erreicht.
  • Zusammenarbeit wird auf neues Fundament gestellt.
  • Realistische Betrachtungsweise von unausgesprochenen Erwartungen wird deutlich und möglich.

 Gesprächsvorbereitung

  1. Sachliche Vorbereitung

Konfliktbeteiligte:

bisheriger Konfliktverlauf:

Konflikthintergründe:

  1. Was soll das Gespräch bewirken?

a) mindestens       ………………………………………………………………………………………………………………………….

b) optimal

………………………………………………………………………………………………………………………….

  1. Was wollen die/der Gesprächspartner erreichen?

a) mindestens

………………………………………………………………………………………………………………………….

b) optimal

………………………………………………………………………………………………………………………….

  1. Rahmenbedingungen

 –  Wo findet das Gespräch statt?

–  Wann findet das Gespräch statt?

–  Wer lädt die Betreffenden zum Gespräch ein?

Typisch für autoritäre Führung ist der in der Regel sehr einseitige Kommunikationsstil: Der Vorgesetzte redet – alle anderen nicken; hier die Anordnung – da die Ausführung. Diese Form der Kommunikation ist untauglich für die Lösung von Konflikten.

Sicherheit im Umgang mit Konfliktgesprächen kann und muss man üben. Für uns ist wichtig, dass sich jeder seiner eigenen sprachlichen Mittel bedient und grundsätzlich bereit ist zu kommunizieren. Alle Tipps für Gespräche, sollte jeder auf die Brauchbarkeit für sich selbst überprüfen.

Nach der Durchführung eines Konfliktgesprächs sollte darüber nachgedacht werden, wie es gelaufen ist, was man anders hätte ausdrücken oder mitteilen müssen oder wo man sich falsch verhalten hat. Zu oft wird nach einem solchen Gespräch nur über die Sache oder das Verhalten des Gesprächspartners nachgedacht, ohne noch einmal die eigenen Anteile am Gespräch zu reflektieren.

Erster und wichtigster Grundsatz: Sie sollten niemals unvorbereitet in ein Konfliktgespräch gehen!Je komplexer ein Konflikt ist, umso intensiver muss das Gespräch vorbereitet werden:

a) Sachliche Vorbereitung:

Alle Informationen zum Konflikt (und den möglichen Hintergründen) zusammentragen.

Gedanken zum Thema vorher notieren.

Schriftliche Lösungsmöglichkeiten abgleichen, überprüfen.

b) Klärung des Ziels:

Was wäre die optimale Lösung?

Was soll mindestens herauskommen?

Welche Ziele verfolge ich beim Gespräch?

c) Sich in die Lage des anderen hineindenken:

Was möchte der Partner mindestens erreichen?

Was möchte er optimal erreichen?

Versuchen, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen (Rollentausch).

d) Schaffung einer positiven Gesprächsatmosphäre:

Rahmenbedingungen klären

Günstige räumliche Voraussetzungen schaffen

d) Einladung:

–  nicht schriftlich

–  nicht telefonisch

–  nicht vor anderen Kollegen

–  möglichst persönlich

–  mitteilen, worum es geht

–  u.U. Beteiligte selbst entscheiden lassen, wann das Gespräch geführt werde soll

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