Aktives Zuhören

Wozu überhaupt aktiv zuhören? Was haben wir davon, wenn wir aktiv zuhören?

  • Wir beugen Missverständnissen oder Konflikten vor; im Berufsalltag, im Privatleben, bei ehrenamtlicher Tätigkeit oder in der Nachbarschaft.
  • Jeder mit Kundenkontakt, ganz besonders Verkäufer, die ihren Kunden zuhören, erkennen viel klarer deren Bedürfnisse und Signale und gewinnen damit Vorsprung.
  • Führungskräfte „entschlüsseln“ den aktuellen inneren Zustand ihres Mitarbeiters und sind so besser in der Lage, im Sinne aller Beteiligten eine optimale Lösung zu finden.
  • Wir selbst erkennen Gefahren eher. Unser Gehör dient uns als Alarmsystem.
  • Wir erweitern unseren Horizont, unsere Perspektive, gelangen zu neuen Erkenntnissen, an denen wir wachsen.

Ein gutes Verhandlungsgespräch besteht aus 70 Prozent zuhören und 30 Prozent reden. Aktives Zuhören ist für eine vertrauensvolle Beziehung unabdingbare Voraussetzung und hilft, Missverständnisse zu vermeiden.

Beim Aktiven Zuhören werden Signale aus dem verbalen sowie aus dem nonverbalen Bereich gesendet. Zum Beispiel kann man mit „Mmhhh“-Lauten sein Interesse bekunden, mit einer zugewandten, offenen Körperhaltung Sympathie zeigen, mit einem Stirnrunzeln signalisieren, dass man noch nicht alles verstanden hat usw.

Das Aktive Zuhören ist keine „Technik“, es ist vielmehr eine Einstellung, die dadurch getragen ist, dass unser Gesprächspartner in diesem Moment die wichtigste Person für uns ist.

Das Ziel des Aktiven Zuhörens ist es, sich während des Gesprächs immer wieder abzusichern, ob das Gesagte richtig verstanden wurde. Hierbei kommt es insbesondere auch auf die Gefühlsbotschaften, d.h. auf den emotionalen Anteil des Gesprochenen an.

Die Elemente des aktiven Zuhörens sind:

Spiegeln auf der Sachebene: Wiederholung des Gesagten: „Wenn ich Sie/Dich richtig verstanden habe, dann …“

Spiegeln auf der Gefühlsebene: Verbalisierung der Gefühle: „Sie sind/Du bist jetzt … (traurig, enttäuscht, froh, glücklich, stolz….)“

Signale als Gesprächsverstärker, z.B.: „Ja…“; Hm…“

Körpersprachliche Signale, z.B. Kopfnicken, zugewandte Körperhaltung

Vertiefende Fragen, die sich auf die Sachinhalte beziehen: „Was genau meinen Sie/meinst Du damit“

Vertiefende Fragen, die auf die Gefühle gehen: „Was bedeutet Ihnen/Dir das?“; „Wie geht es Dir dabei?“

Zusammenfassungen, um das Gespräch zu strukturieren: „Bis jetzt habe ich Folgendes verstanden …“

Zuhören“ heißt „zu hören“, was der Gesprächspartner tatsächlich sagt und nicht eigene Auslegungen (Interpretationen) auf das Auge zu drücken.

Zuhören heißt „zu hören“, was der Gesprächspartner tatsächlich sagt und nicht eigene Auslegungen (Interpretationen) auf das Auge zu drücken.

Der Dalai Lama drückt das so aus: „Wenn Du sprichst, wiederholst Du nur das, was Du sowieso schon weißt. Wenn Du aber zuhörst, kannst Du unter Umständen etwas Neues lernen.“

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