Führung: Umgang mit Fehlern

Wie gehen Sie mit Fehlern um? Manche dürfen nicht passieren, aber ganz werden wir sie im Berufsalltag nie verhindern können. Was erfolgreiche Führungskräfte unterscheidet, ist ihr Umgang mit Versagen. Sie wissen, wie man richtig scheitert.

Selbstzweifel oder Chance?

Gehören Sie zu den Menschen, die nach einem Fehler zu Selbstkritik und Selbstvorwürfen neigen: Wie konnte mir das nur passieren? Warum habe ich dies und jenes nicht bedacht? Was war ich für „Dussel“? Vielleicht verfolgen Sie diese negativen Gedankenschleifen sogar tagelang, obwohl der Vorfall für Ihr Umfeld längst abgehakt und erledigt ist. Es ist ein ganz normales Reaktionsmuster, aber hilfreich ist es nicht. Im Gegenteil. Denn so schwächen Sie Ihr Selbstvertrauen und bleiben gedanklich in der Vergangenheit hängen, die Sie ohnehin nicht mehr ändern können.

Erfolgreiche Führungskräfte reflektieren ihr Verhalten. Sie fragen sich, wofür das Missgeschick womöglich gut war und was sie daraus lernen können. Jeder Fehler ist eine Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln. Gerade im beruflichen Kontext ist es wichtig, für sich selbst die gedankliche Führung zu übernehmen und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem es jedem Mitarbeiter und Team möglich ist, aus Fehlern zu lernen.

Erfolgreiche Führung handelt nach 5 Prinzipien:

Verantwortung übernehmen: Um aus Fehlern zu lernen, ist es notwendig, dass Sie die Verantwortung übernehmen – für Ihre Erfolge und Misserfolge. Wenn einem Ihrer Mitarbeitern ein Missgeschick unterlaufen ist, bedenken Sie, Fehler des Mitarbeiters sind auch immer Fehler der Führungskraft. Sie als Führungskraft sind aber für Ihre Reaktion verantwortlich. Handeln Sie wertschätzend, dass nicht die persönliche Kritik überwiegt, sondern ein Lernerfolg möglich ist.

Ergebnisorientierung: Machen Sie klar, dass Sie Ihre Mitarbeiter nur an Ergebnissen, nicht an Bemühungen messen. Erlauben Sie gleichzeitig Fehler, um Versagensängste zu nehmen. Aber erlauben Sie den gleichen Fehler nur einmal.

Konzentration auf Stärken: Fördern Sie gezielt die Stärken Ihrer Mitarbeiter und verlangen Sie in diesen Bereichen herausragende Leistungen. Erwägen Sie, die mit den Stärken einhergehenden Schwächen in Kauf zu nehmen. Durch Abbau von Schwächen erreichen Sie nur Mittelmaß. Nur der Ausbau von Talenten führt zu exzellenten Ergebnissen. Achten Sie darauf, dass Ihr Team so aufgestellt ist, dass die Schwächen des einen durch Stärken des Anderen ausgeglichen werden.

Positives Betriebsklima: Achten Sie auf ein positives Betriebsklima – es ist die Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit. Loben Sie Ihre Mitarbeiter, entschuldigen Sie sich für Fehler, vermeiden Sie Rechthaberei, reden Sie nicht schlecht über andere in ihrer Abwesenheit und geben Sie Mitarbeitern immer die Chance, ihr Gesicht zu wahren. Überlassen Sie das Betriebsklima nicht dem Zufall, sondern kümmern Sie sich aktiv darum.

Vertrauen aufbauen: Lernen Sie, sich selbst mehr zu vertrauen. Schenken Sie Ihren Mitarbeitern Vertrauen, auch nach Fehlern. So helfen Sie ihnen, ihr eigenes Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Bei Vertrauensmissbrauch gehen Sie auf die Person zu, klären Sie die Situation und gehen Sie konsequent vor. Geben Sie jedem Mitarbeiter aber eine zweite Chance.

Klaus Frohnert

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