Was ist Mediation?

Bild Mediation

Im deutschsprachigen Raum wird “Mediation” vom Wortklang her schnell mit “Meditation” verwechselt. Viele Menschen ordnen die Mediation der Esoterik zu und wollen nicht viel damit zu tun haben. Tatsächlich aber hat Mediation mit Esoterik nichts zu tun.

Im Fremdwörterlexikon findet sich folgende Übersetzung des Wortes: “Vermittlung” oder “vermittelndes Dazwischentreten”. Und damit ist der Kern der Sache schon gut getroffen.

 Mediation ist eine Methode zur Konfliktlösung

Konfliktparteien sollen eine Lösung finden, die für beide befriedigend und akzeptabel ist. Entscheidend dabei ist, dass immer eine Dritte Person (Der Mediator) beteiligt ist. Diese Person hat keine Entscheidungsgewalt, sondern wirkt als Vermittler zwischen den Parteien.

Die Rolle des Mediators

Der Mediator ist eine neutrale Person, die zunächst erst einmal einen Verhandlungsraum eröffnet und die Konfliktparteien zu gemeinsamen Gesprächen und Verhandlungen an einen Tisch bringt. Weiterhin ist es Aufgabe in der Mediation, verdeckte Konflikte und vor allem die hinter dem Konflikt liegenden Bedürfnisse und Hintergründe sichtbar zu machen.

Mediation ist Hilfe zur Selbsthilfe und wirkt im Sinne des “Win-Win-Prinzips”

Ziel eines Mediationsprozesses ist es, das die Konfliktparteien selbst Lösungen entwickeln, die für beide Seite haltbar und gewinnbringend sind. Es geht um echte Win-Win-Lösung. Win-Win bedeutet, dass beide Parteien einen Nutzen von den vereinbarten Lösungen haben. Dafür müssen konsequent die Wünsche, Forderungen, Ängste und Vorbehalte beider Parteien herausgearbeitet werden („ Die Karten offen auf den Tisch legen“). Nur so ist es möglich, eine Lösung zu finden, die beide Parteien befriedigt.

Kennzeichen der Mediation

Eine Mediation ist immer zukunftsorientiert. Es geht darum, Lösungen für die zukünftige Zusammenarbeit zu erarbeiten. Die Vergangenheit ist nur insoweit von Bedeutung, wie die Informationen für das Verstehen des Konfliktes und der Anliegen beider Parteien vonnöten ist.

Im Gegensatz dazu wird z.B. in einem Gerichtsverfahren die Vergangenheit in das Zentrum der Beachtung gestellt. Hier wird vergangenes Verhalten beurteilt oder verurteilt.

In der Mediation geht es nicht um ein Urteil – wer recht hat oder nicht. Das ist unerheblich. Es geht einzig darum, eine für die Zukunft tragfähige und alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden. Damit ist die Mediation ein sehr zielgerichtetes Verfahren.

Ursprung der Mediation

Das Verfahren der Mediation kommt aus den USA. Diese alternative Methode der Konfliktlösung hat sich in den letzten 20 Jahren immer stärker verbreitet. Für Tarifverhandlungen nutzte man das Verfahren in den USA bereits in den 40er Jahren. In Deutschland befasst man sich mit diesem Verfahren erst seit ca. zehn Jahren und es wird teilweise noch sehr zögerlich eingesetzt.

Einsatzgebiete der Mediation

In den USA wird das Verfahren der Mediation in den verschiedensten Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens eingesetzt. In Deutschland beschränkte sich der Einsatz bis vor kurzem vor allem auf Familienstreitigkeiten im Zuge von Scheidungen. Diese sogenannte Familien-Mediation soll vor allem in Fragen der Verteilung des Sorgerechts für Fairness sorgen. Ein weiterer Bereich, in dem die Mediation genutzt wird, ist die Umwelt-Mediation, bei der es darum geht, sinnvolle Maßnahmen in Umweltfragen zu finden.

Ich erlebe zunehmend eine Nachfrage aus der Wirtschaft. Es geht um Auseinandersetzungen unter Kollegen, zwischen Geschäftsführungen und Betriebsräten, Konflikte zwischen Abteilungen, Bereichen oder Unternehmen. Aus meiner Sicht ein modernes, professionelles, kostengünstiges und vielfältig erprobtes Verfahren.

Klaus Frohnert

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